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Studienfinanzierung in Österreich

22. Januar 2021, INFO

Ein Abschluss an der Universität oder Fachhochschule ist für viele ein Muss im Lebenslauf, wären da nur nicht die Kosten. Aber die sollen dich nicht davon abhalten deinen Traum vom Studieren zu verwirklichen. Denn dafür gibt es Lösungen: Die Rede ist von Studienfinanzierungen.
In Österreich stehen Studierenden durchschnittlich 1.216 Euro im Monat zur Verfügung, wobei sich die Summe aus verschiedenen Quellen zusammensetzt, wie eine Studierenden-Sozialerhebung aus 2019 zeigt. Erfahre mehr darüber, wie du dir ein Studium in Österreich finanzieren kannst und mit dem nötigen Kleingeld dein Leben in Wien, Graz oder Linz voll auskostest.

 

Was kostet ein Studium in Österreich?

Die durchschnittlichen Kosten von Studierenden in Österreich betragen rund 1.016 Euro im Monat. Doch die durchschnittlichen Ausgaben sind nur wenig aussagekräftig. Es kommt vielmehr auf deine persönliche Situation an. Um dir einen Hochschulabschluss zu finanzieren, solltest du vorab alle dir bekannten Kostenpunkte auflisten. Dazu gehören:

  • Wohnkosten
  • Lebensmittel
  • Fahrkarten
  • Freizeitaktivitäten
  • Kosten für das Studium, zum Beispiel Studiengebühren
  • Versicherungen und andere persönliche Kosten

Du kennst deine monatlichen Ausgaben? Dann erfahre jetzt, wie du sie decken kannst.

1) Unterstützung durch Familie und Familienbeihilfe

Bei den Eltern wohnen? Für viele Studierende ein No-Go oder schlichtweg unmöglich. Um die Wohnkosten am Studienort zu bezahlen, ist die Überlassung der Familienbeihilfe die häufigste finanzielle Unterstützung, die Studierende in Österreich erhalten. Diese kann nach Zustimmung der Eltern sogar direkt an dich ausgezahlt werden. Deine Eltern sind zwar gesetzlich zur Unterstützung verpflichtet, solange du dich noch nicht selbst erhalten kannst, aber ihre finanzielle Situation muss es zulassen. Ansonsten wirst du vom österreichischen Staat in deinem Vorhaben unterstützt.

2) Staatliche Förderungen und Unterstützung für Studierende

Ganze 55 Prozent der Studierenden erhalten in Österreich eine Studienförderung. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass dies für dich in Frage kommt. Natürlich muss die Förderungswürdigkeit individuell geprüft werden. Darüber hinaus sind Förderungen immer an Bedingungen geknüpft, die du erfüllen musst. Wende dich dafür an die zuständige Studienbeihilfenbehörde. Einen Überblick zu den Förderungsoptionen bekommst du hier:

  • Studienbeihilfe: Ist es dir persönlich oder mit Hilfe der Familie nicht möglich deine Kosten zu decken, kannst du bei der Studienbeihilfenbehörde, auch Stipendienstelle genannt, einen Antrag stellen. Voraussetzung für die Bewilligung der Studienbeihilfe mit bis zu 8.589 Euro pro Jahr, ist die soziale Förderungswürdigkeit, aber auch ein nachweislich günstiger Studienerfolg. Daneben sind jedoch weitere Punkte zu beachten, die mit der Stipendienstelle zu klären sind. Neben ÖsterreicherInnen können sogar Studierende förderungswürdig sein, die aus einem EWR-Land stammen.
  • Wohnbeihilfe für Studierende: Ist die Miete beglichen, fällt ein wesentlicher Kostenpunkt weg. Mit der Wohnbeihilfe sollen Studierende entlastet werden, die sich ihren Haushalt selbst finanzieren und über ein Mindesteinkommen verfügen. Allerdings gelten in den österreichischen Bundesländern unterschiedliche Voraussetzungen, die von der zuständigen Wohnbeihilfestelle pro Bundesland geprüft werden müssen. Für Wien kannst du mit dem Wohnbeihilfe Checker online klären, wie deine Chancen stehen und deinen Wohnbeihilfeantrag gleich im Anschluss abschicken.
  • Weitere Förderungen und Zuschüsse: Wenn du ein Kind hast und Studienbeihilfe beziehst, erhöht sich der Betrag. Dasselbe gilt für Menschen mit einer anerkannten Behinderung von mindestens 50 Prozent. Als Studienbeihilfe-berechtigte Person erhältst du diverse Zuschüsse, zum Beispiel für Fahrtkosten, Kinderbetreuung oder Versicherungen. Auch diesen Punkt besprichst du am besten mit deiner Stipendienstelle.
  • Studiengebühren und Studienbeitrag: Bist du in Österreich oder einem EU- oder EWR-Land geboren, musst du an österreichischen Universitäten keine Studiengebühren zahlen, solange du die Regelstudienzeit einhältst. Dasselbe gilt für Konventionsflüchtlinge. An Fachhochschulen sind generell 363,36 Euro pro Semester zu zahlen. Informiere dich bei der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnen (ÖH) rechtzeitig zu den Ausnahmen.
  • Bafög für Studierende aus Deutschland: Österreich ist bei deutschen Studierenden äußerst beliebt. Gut, dass die aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz hervorgehende staatliche Förderung, kurz Bafög, auch für ein Auslandsstudium in Österreich gelten kann.

3) Studentische Nebenjobs

Jobben ist für Studierende nichts Ungewöhnliches, selbst wenn sie von den Eltern ausreichend unterstützt werden. Ganze 65 Prozent arbeiten neben dem Studium und das durchschnittlich 20,5 Stunden pro Woche. So kannst du durch einen Nebenjob wertvolle Berufserfahrung sammeln, Kontakte knüpfen und dir etwas dazu verdienen. Erhältst du eine Förderung, sind die Zuverdienstgrenzen unbedingt zu beachten.
Zugegeben – mit einem Teilzeitjob ist das Studieren anstrengender. Aber du lernst deine Stärken besser kennen und schärfst dein Profil für zukünftige Unternehmen. Informiere dich am Schwarzen Brett der ÖH über aktuelle Jobangebote für Studierende.

4) Stipendium für dein Studium

Sich mit dem Thema Stipendium in Österreich auseinanderzusetzen lohnt sich definitiv. Die gängigsten Varianten haben wir für dich aufgelistet:

  • Leistungs- und Förderstipendium: Leistungsstipendien werden an Studierende mit überdurchschnittlichen Erfolgen vergeben. Arbeitest du an einer umfangreichen Abschlussarbeit, könnte dir das Förderstipendium helfen. Welche Hochschulen diese Stipendien anbieten, erfährst du auf der ÖH Website zum Thema Stipendien und Beihilfen.
  • Selbsterhalter-Stipendium: Du hast bereits vier Jahre lang Geld verdient und möchtest studieren? Dann könnte dir das Selbsterhalterstipendium die nötige finanzielle Rückendeckung geben. Allerdings gelten für dich Alters- und Einkommensgrenzen und du musst deine Studienerfolge nachweisen können.
  • Studienabschluss-Stipendium: Wenn du dich in der Abschlussphase befindest und deine Bachelor- oder Masterarbeit schreibst, kannst du vom Studienabschluss-Stipendium profitieren. Dafür solltest du in den letzten vier Jahren zumindest drei Jahre halbbeschäftigt gewesen sein.
    Mit Hilfe der Online-Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung erhältst du einen Überblick und findest das passende Stipendium für dich.

Mit Hilfe der Online-Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung erhältst du einen Überblick und findest das passende Stipendium für dich.

5) Studienkredit

Wenn die Förderungsmöglichkeiten nicht ausreichen oder für dich nicht in Frage kommen, kannst du einen Studienkredit aufnehmen. In der Regel erhältst du dann eine monatliche Auszahlung. Außerdem werden weniger Zinsen bei der Rückzahlung veranschlagt.

6) Sozialfonds der ÖH

Wenn du dich in einer unverschuldeten finanziellen Notsituation befindest, kannst du dich durch das Sozialreferat der ÖH-Bundesvertretung beraten lassen und den Sozialfonds einmal pro Kalenderjahr beantragen. So wirst du unterstützt, wenn es einmal anders kommt als gedacht.

Du liebäugelst mit deinem Traumstudiengang in Österreich und möchtest alles vorab durchrechnen? Dann nutze den Stipendienrechner. Hilfe bei der Antragsstellung findest du auf der Website der ÖH Bundesvertretung oder bei deiner Stipendienstelle.

Ist der finanzielle Teil einmal geklärt, heißt es ab ins Studierendenleben! Spar dir die Wohnungssuche und finde gleich dein passendes MILESTONE Apartment in Österreich.

Roman Peter

Autor

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